Ein Gastbeitrag auf TKKG.ch – heute von Karl M.
Ich bedanke mich bei dir, für diese schön zu lesenden Zeilen.
Sonntag Abend. Ein ungezwungener Abend.geplanter Ausgang mit Kollegen,
unterwegs. Persönliches Ziel; einfach raus und Spass haben. Vielleicht
trifft man den einen oder anderen Kollegen an und vielleicht hat man
ja die eine oder andere Diskusion oder Gespräch. Ein ungezwungener
Abend. Viele Ideen und Inputs der letzten Tage begleiten mich auf
meinem Weg. Treffe Leute an, welche ich länger nicht mehr gesehen
habe, wechsle hier und dort ein paar Wörter, geniesse die Bands die
spielen. Lerne wieder ein paar Leute kennen. Und dann, vor mir steht
eine Frau. Blonde Haare, blaue Augen. Ständiger Blick nach hinten.
Kann verfolgen, wie nachgefragt wird, wie ich heisse, woher ich komme.
Eine Kollegin versucht ihr zu erklären, wie sie mich ansprechen kann.
Wirkt ruhig, still und natürlich. Sie traut sich nicht, ich mich auch
nicht. Wieso? Ich bin doch gar nicht schüchtern? Will ich nicht? Kann
ich nicht oder bin ich nervös?
Sie wechseln den Standort. Laufe noch ein paar mal den Abend neben ihr
vorbei. Nichts passiert…
Doch dann, beim Verlassen des Anlass geht sie Richtung Asgang, kommt
neben mir vorbei, schaut mir tief in die Augen. Erwiedere ihren Blick.
Ein paar Sekunden, ein kleiner Moment. Mir kommt es vor wie gerade
eine Zeitlupe abläuft. Ton und der Rest drum herum verschwindet. Ein
kleiner Augenblick. Kann es sein? Ich weiss nichts von ihr. Keine
Informationen, kein Name, keine Adresse, keine Nummer.
Lange studiere ich am Tag noch an den Augenblick. Sollte es so sein?
Wieso hab ich nicht einfach ein kleines “Hallo” gesagt? Und
schlussendlich sag ich mir, alles kommt wie es kommen soll.
Ein kleiner Augenblick, viele Gedanken. Dankbar für den Augenblick,
den Moment. Ich freue mich auf die Zukunft.

Wie heißts so schön, die ersten drei Sekunden sind beim ansprechen die entscheidenden, wer die nicht nutzt, der lässt es sein, da dann die angst eines Korbes zu groß wird, die angst vorm nein…
Auf dass du und sie euch beide beim nächsten mal schneller getraut.
Etwas beruhigendes gibt’s ja noch, man sieht sich immer zweimal im leben und wenn du bei dem zweiten mal die chance nutzt, Werder ihr sicherlich beide darüber lachen
Gruß Martin